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Automatisierung im Werkzeug- und Formenbau

oder: erfolgreiche Automatisierung trotz Losgröße 1


Automatisierung kostet viel Geld

Ja, die Kosten für Handlingsystem, Nullpunktspannsystem, Paletten und Software sind hoch. Und nicht jeder Betrieb ist in der Lage auf einen Schlag gleich das volle Programm umzusetzen. Auch ein Zweifler wird sich schwertun, mehrere Hunderttausend Euro auf einmal in etwas zu investieren von dessen Erfolg er nicht zu Einhundert Prozent überzeugt ist. Doch muss man immer gleich voll einsteigen? Warum nicht mit einem Nullpunktspannsystem anfangen? Und was hat es damit überhaupt auf sich?

Nullpunktspannsystem als erster Schritt in Richtung Automatisierung

Das Nullpunktspannsystem besteht aus einem Spannfutter für den Maschinentisch sowie Paletten, welche auf diesen Futtern gespannt werden. Die Wiederholgenauigkeit beim Spannen wird von den bekannten Herstellern oft mit +/- 2µm angegeben. Das Werksück wird auf der Palette gespannt, z.B. mittels Schraubstock, Magnetspannplatte, Spannpratzen o.ä. Die Wiederholgenauigkeit bei Spannen der Palette bietet gleich mehrere Vorteile:

Externes Voreinstellen und automatisches Übertragen der Versatzdaten an die Werkzeugmaschine

Im nächsten Schritt könnte man dazu übergehen, die extern palettierten Werkstücke auf einer Messmaschine voreinzustellen. Dadurch wird die Werkzeugmaschine nicht zum Voreinstellen missbraucht und kann direkt loslegen. Mit entsprechender Software können die Versatzdaten frei von Tippfehlern an die Werkzeugmaschine übertragen werden.

Automatisches Werkstückhandling als finale Ausbaustufe

Durch die vorangegangenen Maßnahmen haben Sie jetzt sowiel Geld verdient, dass Sie sich nun auch die Hardware für den automatischen Werkstückwechsel leisten können und wollen. Auch hier führen viele Wege zum Ziel und es sind zuvor einige Voraussetzungen zu erfüllen.